Plattform-Warnung

anlagenprofis24.de: Erfahrungen und Hinweise

Von · fachlich geprüft von Dr. Marc Maisch · aktualisiert am

anlagenprofis24.de: Erfahrungen und Hinweise

Wer ein Tages- oder Festgeldangebot von anlagenprofis24.de erhalten oder dort Geld angelegt hat, sollte die Situation sorgfältig prüfen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 5. August 2026 vor den Websites anlagenprofis24.de und omnigee.net sowie vor E-Mails von der Adresse info@anlagenprofis24.de und weiteren ähnlichen Adressen gewarnt. Nach Erkenntnissen der Behörde werden dort ohne Erlaubnis Tages- und Festgeldanlagen angeboten.

In diesem Beitrag fassen wir zusammen, was öffentlich bekannt ist. Ob im Einzelfall ein Betrug vorliegt, lässt sich nur anhand der konkreten Unterlagen beurteilen.

Wichtig – Identitätsmissbrauch: Nach Angaben der BaFin handelt es sich um einen Identitätsmissbrauch. Das echte (ehemalige) Unternehmen Evergryn Capital Management GmbH steht nach Angaben der Behörde in keinem Zusammenhang mit den Websites anlagenprofis24.de und omnigee.net und ist selbst von dem Missbrauch betroffen. Dieser Beitrag bezieht sich ausschließlich auf die Websites anlagenprofis24.de und omnigee.net und nicht auf das echte Unternehmen.

Anlagenprofis24 (anlagenprofis24.de) auf einen Blick

Name Anlagenprofis24
Website anlagenprofis24.de (zum Zeitpunkt unserer Prüfung nach unserer Abfrage nicht mehr registriert)
Weitere genannte Website omnigee.net
Behördenhinweis Warnung der BaFin vom 5. August 2026
Beworbenes Angebot laut BaFin Tages- und Festgeldanlagen

Wichtig zur Abgrenzung: Die BaFin teilt mit, dass im Impressum der Websites die Unternehmensdaten der ehemaligen Evergryn Capital Management GmbH verwendet werden. Sie stuft dies als Identitätsmissbrauch ein. Das genannte Unternehmen ist demnach nicht als Betreiber der Websites anzusehen; es werden nach Darstellung der BaFin lediglich dessen Daten verwendet. Dieser Beitrag bezieht sich ausschließlich auf die Angebote unter anlagenprofis24.de und omnigee.net.

Was die BaFin mitteilt

Laut der Veröffentlichung der BaFin bieten die Betreiber der Websites anlagenprofis24.de und omnigee.net sowie die Versender der genannten E-Mails ohne Erlaubnis Tages- und Festgeldanlagen an. Die Betreiber nutzten im Impressum die Unternehmensdaten der ehemaligen Evergryn Capital Management GmbH; die BaFin spricht insoweit von einem Identitätsmissbrauch. Außerdem behaupteten die Betreiber, von der BaFin beaufsichtigt zu werden, was nach Angaben der Behörde nicht zutreffe. Die Information stützt sich auf § 37 Absatz 4 des Kreditwesengesetzes (KWG).

Bei anderen Aufsichtsbehörden haben wir bei unserer Recherche keine eigene Warnung zu anlagenprofis24.de gefunden.

Wichtig: Eine solche Warnung ist kein Strafurteil und keine abschließende Feststellung eines Betrugs im Einzelfall. Sie besagt, dass die Behörde den Anbieter nach ihrer Auffassung als nicht zugelassen bzw. als problematisch einstuft.

Was über das Angebot bekannt ist

Aus der Mitteilung der BaFin ergibt sich, dass das Angebot nach außen wie ein Angebot für Tages- und Festgeld wirkt und dass Kontakt auch per E-Mail aufgenommen wird. Die Adresse info@anlagenprofis24.de und „weitere ähnliche E-Mail-Adressen“ werden von der Behörde ausdrücklich genannt. Eine behauptete Beaufsichtigung durch die BaFin besteht nach deren Angaben nicht.

Berichte Betroffener, die wir hier wiedergeben könnten, liegen uns zu dieser Plattform derzeit nicht vor. Wir schildern daher keine Einzelfälle. Ob eine Bank oder ein Anbieter beaufsichtigt wird, lässt sich unabhängig von den Angaben auf einer Website in der Unternehmensdatenbank der BaFin prüfen. Wichtig ist, nicht auf die dort genannten Kontaktdaten zu vertrauen, sondern Kontaktdaten aus dem amtlichen Register zu verwenden.

Allgemeine Warnsignale bei Online-Geldanlagen

Unabhängig vom konkreten Anbieter raten Verbraucherschützer und Aufsichtsbehörden bei folgenden Merkmalen zu besonderer Vorsicht:

Typische Warnsignale bei Online-Investments
  • Tages- oder Festgeldangebote mit auffallend hohen Zinsen, die über dem Marktniveau liegen
  • Behauptung, von der BaFin beaufsichtigt zu werden, ohne dass sich dies in der Unternehmensdatenbank bestätigen lässt
  • Impressum mit den Daten eines anderen oder ehemaligen Unternehmens (Identitätsmissbrauch)
  • Kontaktaufnahme über E-Mail-Adressen, die dem Namen eines echten Instituts ähneln
  • Zahlungen an Empfänger oder Konten, die nicht zum Namen des Anbieters passen
  • Aufforderung zu weiteren Zahlungen, etwa für Steuern, Gebühren oder eine „Freischaltung“, bevor Geld ausgezahlt wird
  • Druck, schnell zu entscheiden, oder ständig wechselnde Ansprechpartner
  • Aufforderung, Fernwartungssoftware wie AnyDesk oder TeamViewer zu installieren
  • keine überprüfbare Zulassung bei BaFin, FMA oder FINMA und ein Impressum ohne prüfbare Angaben
  • unaufgeforderte Angebote von angeblichen Helfern, die nach einem Verlust Unterstützung gegen Vorkasse anbieten

Seriöse Anbieter verrechnen Gebühren üblicherweise mit dem Guthaben und verlangen dafür keine separate Vorabüberweisung. Ob ein Unternehmen zugelassen ist, lässt sich in der Unternehmensdatenbank der BaFin sowie in den Registern der jeweiligen Aufsichten überprüfen.

Was Sie tun können, wenn Sie betroffen sind

  1. Vor jeder weiteren Zahlung innehalten und jede Forderung unabhängig prüfen lassen.
  2. Kontakt beenden und keine weiteren Angaben, Ausweiskopien oder Zugangsdaten herausgeben.
  3. Fernzugriff beenden. Falls Fernwartungssoftware installiert wurde: deinstallieren, Passwörter für Onlinebanking und E-Mail ändern.
  4. Unterlagen sichern: Kontoauszüge, Überweisungsbelege, E-Mails, Chatverläufe, Telefonnummern, Screenshots und Vertragsunterlagen.
  5. Die eigene Bank informieren und den Vorgang schildern. Je früher, desto besser.
  6. Gegebenenfalls Anzeige erstatten bei der Polizei oder über die Online-Wache Ihres Bundeslandes.
  7. Vorsicht vor angeblichen Helfern, die ungefragt Kontakt aufnehmen und gegen Vorkasse eine Rückholung in Aussicht stellen.

Wir prüfen Ihren Fall

IT-Forensiker Timo Züfle und Rechtsanwalt Dr. Marc Maisch im Gespräch

Fälle dieser Art sind in der Regel schwierig und oft langwierig: Die Verantwortlichen sitzen häufig im Ausland, Zahlungen laufen über mehrere Stationen und Zahlungsdienstleister, und nicht immer lässt sich nachvollziehen, wo das Geld geblieben ist. Jeder Fall ist anders. Ob und welche Schritte sinnvoll sind, hängt vom konkreten Sachverhalt ab. Unser Team um IT-Forensiker Timo Züfle und Rechtsanwalt Dr. Marc Maisch prüft Ihre Unterlagen im Einzelfall und gibt Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung. Eine Aussage über Erfolgsaussichten ist erst nach dieser Prüfung möglich. Generell gilt: Es gibt in solchen Fällen keine Erfolgsgarantie, auch nicht bei uns.

Weitere Beiträge zu ähnlichen Themen: Hinweise zu Truof (truof.com) und Warnung und Hinweise zu Alpinenova (alpinenova.io).

Häufige Fragen zu Anlagenprofis24

Ist Anlagenprofis24 seriös?

Das können wir nicht abschließend beurteilen. Die BaFin hat jedoch gewarnt, dass die Betreiber von anlagenprofis24.de ohne Erlaubnis Tages- und Festgeldanlagen anbieten, und einen Identitätsmissbrauch festgestellt. Wir empfehlen daher, vor jeder Zahlung große Vorsicht walten zu lassen.

Ich werde zu einer weiteren Zahlung aufgefordert. Was soll ich tun?

Wir empfehlen, vor einer solchen Zahlung unabhängigen Rat einzuholen. Vorabzahlungen für Auszahlungen oder „Freischaltungen“ gelten bei Verbraucherschützern als typisches Warnsignal. Zahlen Sie nichts, solange die Forderung nicht unabhängig geprüft wurde.

Was ist, wenn ich bereits Geld überwiesen habe?

Wenden Sie sich zeitnah an Ihre Bank, sichern Sie alle Unterlagen und erstatten Sie gegebenenfalls Anzeige. Ob eine Rückbuchung oder andere Schritte möglich sind, hängt vom Zahlungsweg und vom Zeitpunkt ab.

Kann ich mein Geld zurückbekommen?

Das hängt vom konkreten Sachverhalt ab und lässt sich pauschal nicht beantworten. Solche Fälle sind schwierig, und eine Rückzahlung kann niemand seriös zusagen. Es gibt keine Erfolgsgarantie. Hilfreich ist in jedem Fall, Unterlagen frühzeitig zu sichern.

Sie möchten Ihren Fall prüfen lassen? Schildern Sie uns den Sachverhalt über das Kontaktformular am Ende dieser Seite. Die Ersteinschätzung ist kostenlos und unverbindlich.

Hinweis: Dieser Beitrag beruht auf öffentlich zugänglichen Informationen, insbesondere auf der genannten Behördenmitteilung. Er stellt keine Tatsachenbehauptung über den Anbieter dar. Sollten Sie als Betreiber oder Beteiligter Angaben für unzutreffend halten, nehmen wir Ihre Stellungnahme gern über unsere Kontaktseite entgegen und prüfen eine Korrektur.

Quellen: BaFin-Warnung vom 05.08.2026. Stand: Oktober 2026.

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