MyStationPanel (mystationpanel.org): Erfahrungen
Von Timo Züfle · fachlich geprüft von Dr. Marc Maisch · aktualisiert am

Wer über My Station Panel bzw. die Adresse mystationpanel.org Geld eingezahlt hat und nicht mehr an sein angezeigtes Guthaben kommt, sollte die eigene Situation sorgfältig prüfen. Seit Februar 2026 haben uns mehrere voneinander unabhängige Personen geschildert, dass sie über diese Plattform gehandelt hätten und eine Auszahlung nicht erhalten hätten.
In diesem Beitrag fassen wir zusammen, was uns berichtet wurde und was öffentlich nachprüfbar ist. Ob im Einzelfall tatsächlich ein Betrug vorliegt, lässt sich nur anhand der konkreten Unterlagen beurteilen.
My Station Panel (mystationpanel.org) auf einen Blick
| Name | My Station Panel |
| Website | mystationpanel.org (zum Zeitpunkt unserer Prüfung im Oktober 2026 nicht erreichbar); ein Anmeldebereich unter user.mystationpanel.net trug den Namen „My Station Panel“ |
| Domain registriert | 29. Oktober 2025 (laut öffentlichen Registrierungsdaten) |
| Behördenhinweis | keine Warnung einer Finanzaufsicht gefunden (Stand: Oktober 2026) |
| Meldungen bei uns | mehrere Personen seit Februar 2026 |
| Beschriebener Ablauf | nach Angaben von Betroffenen Einstieg über Werbung, kleiner Startbetrag, angezeigter „Gewinn“, anschließend Hürden bei der Auszahlung |
Auffällig ist der zeitliche Zusammenhang: Die Domain mystationpanel.org wurde laut Registrierungsdaten im Oktober 2025 angelegt. Die ersten Schilderungen erreichten uns bereits im Februar 2026. Ein Impressum mit überprüfbarer Firmenadresse oder eine Zulassung bei einer Aufsichtsbehörde konnten wir nicht finden. Unter weiteren Adressen mit dem Namen „mystationpanel“ (etwa mit den Endungen .net oder .info) soll nach Schilderungen ein Kundenbereich bestanden haben; der Beitrag bezieht sich auf das gesamte unter diesem Namen beschriebene Angebot.
Zur Abgrenzung: Der Name „Station Panel“ ist uns bei keinem bekannten, beaufsichtigten Finanzdienstleister begegnet. Produkte oder Unternehmen mit ähnlich klingenden Namen, etwa im Bereich Wetterstationen oder Steuerungstechnik, haben mit dem hier beschriebenen Angebot nach unserem Kenntnisstand nichts zu tun.
Was Behörden und Verbraucherschützer sagen
Eine Warnung einer Finanzaufsicht zu mystationpanel.org haben wir nicht gefunden. Geprüft haben wir unter anderem die Veröffentlichungen von BaFin, FMA, FINMA, CNMV, AFM, CONSOB und FCA sowie die internationale Datenbank der IOSCO (Stand: Oktober 2026). Das bedeutet weder, dass das Angebot zugelassen ist, noch, dass ein Fehlverhalten feststeht. Aufsichtsbehörden veröffentlichen Warnungen häufig erst mit zeitlichem Abstand, und viele Angebote tauchen in keiner Liste auf.
Was Betroffene berichten
Die Schilderungen, die uns erreicht haben, ähneln sich in mehreren Punkten. Wir geben sie hier zusammengefasst, ohne persönliche Angaben und ohne eigene Bewertung des Einzelfalls wieder.
Einstieg über Werbung und angebliche Broker
Mehrere Betroffene berichten, sie seien über eine Werbeanzeige in sozialen Netzwerken auf das Angebot aufmerksam geworden. Danach hätten sich nacheinander mehrere angebliche Berater telefonisch und per Nachricht gemeldet. Versprochen worden sei, dass bereits ein kleiner Einstiegsbetrag von etwa 250 € sich in wenigen Tagen vervielfachen könne.
Handel im Kundenbereich und angezeigter „Gewinn“
Nach den Schilderungen wurde den Betroffenen ein Konto im Kundenbereich von My Station Panel eingerichtet, in dem ein wachsendes Guthaben angezeigt worden sei. In einem Fall ist von einem angezeigten „Gewinn“ im fünfstelligen Bereich die Rede, der aus einer sehr kleinen Einzahlung entstanden sein soll. Ob diesen Zahlen echte Geschäfte zugrunde lagen, ist nicht bekannt.
Einzahlungen an Dritte und über Kryptobörsen
Betroffene schildern unterschiedliche Zahlungswege: Überweisungen auf Bankkonten mit anderen Namen als dem der Plattform, Zahlungen über Zahlungsdienste sowie den Kauf von Kryptowährungen bei einer Kryptobörse, die anschließend an eine angegebene Adresse weitergeleitet werden sollten. Einzelne berichten, das Guthaben sei zuletzt auf einer Wallet gelegen, aus der sich die Beträge für sie nicht mehr nachvollziehen ließen.
Auszahlung blockiert, weitere Zahlungen verlangt
Übereinstimmend heißt es, dass eine Auszahlung nicht erfolgt sei. Teilweise habe man zusätzliches Geld zur „Freischaltung“ bei Kryptobörsen überweisen sollen. Einzelne Betroffene berichten, sie hätten nur eine geringe Rückzahlung erhalten, die im Verhältnis zu den Einzahlungen sehr klein gewesen sei. Mehrere schildern erhebliche finanzielle Belastungen; in einem Fall wird von Folgen für die Altersvorsorge gesprochen.
Allgemeine Warnsignale bei Online-Investments
Unabhängig vom konkreten Anbieter raten Verbraucherschützer und Aufsichtsbehörden bei folgenden Merkmalen zu besonderer Vorsicht:

- Werbung in sozialen Netzwerken mit der Aussicht, einen kleinen Betrag in wenigen Tagen zu vervielfachen
- mehrere wechselnde Ansprechpartner, die per Telefon oder Messenger betreuen
- Zahlungen an Konten mit anderen Namen als dem der Plattform
- Aufforderung, Kryptowährungen zu kaufen und an eine fremde Adresse zu senden
- Auszahlung nur gegen weitere Zahlungen, etwa zur „Freischaltung“ oder für Gebühren und Steuern
- sehr hohe angezeigte Gewinne aus einem sehr kleinen Einsatz
- sehr junge Domain, kein Impressum, keine Zulassung bei BaFin, FMA oder FINMA
Seriöse Anbieter verrechnen Gebühren üblicherweise mit dem Guthaben und verlangen dafür keine separate Vorabzahlung.
Was Sie tun können, wenn Sie betroffen sind
- Keine weiteren Zahlungen leisten, auch nicht für angebliche Freischaltungen, Gebühren oder Steuern, und die Forderung unabhängig prüfen lassen.
- Den Kontakt abbrechen. Keine Fernwartungssoftware wie AnyDesk oder TeamViewer installieren und keine Zugangsdaten herausgeben.
- Unterlagen sichern: Kontoauszüge, Überweisungsbelege, Krypto-Transaktionen und Wallet-Adressen, Chatverläufe, E-Mails, Telefonnummern und Screenshots des Kundenbereichs.
- Die eigene Bank und gegebenenfalls die genutzte Kryptobörse informieren und den Vorgang schildern.
- Gegebenenfalls Anzeige erstatten bei der Polizei oder der Online-Wache Ihres Bundeslandes.
- Vorsicht vor angeblichen Helfern, die ungefragt Kontakt aufnehmen und gegen Vorkasse eine Rückholung in Aussicht stellen.
Wir prüfen Ihren Fall

Fälle dieser Art sind in der Regel schwierig und oft langwierig: Die Verantwortlichen sitzen häufig im Ausland, Zahlungen laufen über mehrere Stationen und Kryptowährungen, und nicht immer lässt sich nachvollziehen, wo das Geld geblieben ist. Jeder Fall ist anders. Ob und welche Schritte sinnvoll sind, hängt vom konkreten Sachverhalt ab. Unser Team um IT-Forensiker Timo Züfle und Rechtsanwalt Dr. Marc Maisch prüft Ihre Unterlagen im Einzelfall und gibt Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung. Eine Aussage über Erfolgsaussichten ist erst nach dieser Prüfung möglich. Generell gilt: Es gibt in solchen Fällen keine Erfolgsgarantie, auch nicht bei uns.
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Häufige Fragen zu My Station Panel
Ist mystationpanel.org seriös?
Das können wir nicht abschließend beurteilen. Eine Warnung einer Finanzaufsicht haben wir nicht gefunden. Uns liegen jedoch mehrere übereinstimmende Schilderungen zu ausbleibenden Auszahlungen vor, und wir konnten weder ein Impressum noch eine Zulassung feststellen. Wir empfehlen daher große Vorsicht.
Ich soll für die Auszahlung erneut einzahlen. Was soll ich tun?
Wir empfehlen, vor einer solchen Zahlung unabhängigen Rat einzuholen. Vorabzahlungen für Auszahlungen oder „Freischaltungen“ gelten bei Verbraucherschützern als typisches Warnsignal.
Mein angezeigtes Guthaben ist hoch. Ist es real?
Ob ein in einem Kundenbereich angezeigtes Guthaben tatsächlich existiert, ist von außen nicht überprüfbar. Entscheidend ist, wohin Sie Geld oder Kryptowährungen tatsächlich überwiesen haben. Sichern Sie Belege und Transaktionsdaten.
Kann ich mein Geld zurückbekommen?
Das hängt vom konkreten Sachverhalt ab und lässt sich pauschal nicht beantworten. Solche Fälle sind schwierig, und eine Rückzahlung kann niemand seriös zusagen. Es gibt keine Erfolgsgarantie. Hilfreich ist in jedem Fall, Unterlagen frühzeitig zu sichern.
Sie möchten Ihren Fall prüfen lassen? Schildern Sie uns den Sachverhalt über das Kontaktformular am Ende dieser Seite. Die Ersteinschätzung ist kostenlos und unverbindlich.
Hinweis: Dieser Beitrag beruht auf öffentlich zugänglichen Informationen und auf Schilderungen von Betroffenen, die wir nicht im Einzelnen überprüfen konnten. Er stellt keine Tatsachenbehauptung über den Anbieter dar. Sollten Sie als Betreiber oder Beteiligter Angaben für unzutreffend halten, nehmen wir Ihre Stellungnahme gern über unsere Kontaktseite entgegen und prüfen eine Korrektur.
Quellen: IOSCO I-SCAN (kein Eintrag gefunden), Domain-Registrierungsdaten (RDAP PIR), Schilderungen von Betroffenen (anonymisiert). Stand: Oktober 2026.