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tempstone-cap.com: FINMA-Warnung und Hinweise

Von · fachlich geprüft von Dr. Marc Maisch · aktualisiert am

tempstone-cap.com: FINMA-Warnung und Hinweise

Wer über die Website tempstone-cap.com Geld angelegt hat oder dazu aufgefordert wurde, sollte die Situation sorgfältig prüfen. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA führt die Domain in ihrer Warnliste und weist darauf hin, dass die Website nicht im Zusammenhang mit zwei im Handelsregister eingetragenen Unternehmen steht.

In diesem Beitrag fassen wir zusammen, was die Behörde öffentlich mitteilt und was sich aus öffentlich zugänglichen Registrierungsdaten und der Website selbst ergibt. Zu tempstone-cap.com liegen uns bislang keine Schilderungen von Betroffenen vor. Ob im Einzelfall tatsächlich ein Betrug vorliegt, lässt sich nur anhand der konkreten Unterlagen beurteilen.

Wichtig – Identitätsmissbrauch: Nach Angaben der FINMA handelt es sich um einen mutmaßlichen Identitätsmissbrauch. Die echten Unternehmen TEMPSTONE CAPITAL SA, Genf, und Patrimonium Asset Management AG, Baar, stehen nach Angaben der Behörde in keinem Zusammenhang mit der Website tempstone-cap.com und sind selbst von dem Missbrauch betroffen. Dieser Beitrag bezieht sich ausschließlich auf die Website tempstone-cap.com und nicht auf die echten Unternehmen.

tempstone-cap.com auf einen Blick

Website tempstone-cap.com (zum Zeitpunkt unserer Prüfung im Oktober 2026 erreichbar, mehrsprachig)
Domain registriert 1. Mai 2026 (laut öffentlichen Registrierungsdaten)
Behördenhinweis Eintrag in der Warnliste der FINMA (Schweiz)
Auftritt der Website „Your Partner in Private Markets“: Immobilien, Private Credit, Private Equity und Infrastruktur
Impressum / Zulassung eine Zulassung unter dieser Domain konnten wir nicht feststellen

Auffällig ist, dass die Website wie ein etablierter Anbieter für Anlagen in nicht börsennotierte Märkte auftritt, die Domain aber erst im Mai 2026 registriert wurde.

Was die FINMA mitteilt

Die FINMA hat tempstone-cap.com in ihre Warnliste aufgenommen. In ihrem Eintrag hält sie fest, dass die Website nicht im Zusammenhang mit der TEMPSTONE CAPITAL SA, Genf, und der Patrimonium Asset Management AG, Baar, steht, die jeweils im Schweizerischen Handelsregister eingetragen sind.

Wir stellen diese eingetragenen Gesellschaften deshalb ausdrücklich nicht als Betreiberinnen von tempstone-cap.com dar und folgen insoweit der Behörde. Dieser Beitrag bezieht sich ausschließlich auf die Website unter der Domain tempstone-cap.com. Eine eigene Warnung der BaFin, der FMA oder der CNMV haben wir bei unserer Recherche nicht gefunden. Das bedeutet weder, dass das Angebot zugelassen ist, noch, dass ein Fehlverhalten feststeht. Eine Warnung ist kein Strafurteil, sondern ein Hinweis der Aufsicht an die Öffentlichkeit.

Echte Firma oder gleichnamige Website?

Der Fall zeigt ein bekanntes Muster: Der Name oder der Auftritt eines tatsächlich existierenden Unternehmens wird für eine Website unter einer anderen Domain verwendet. Für Verbraucher ist das schwer zu erkennen, weil Firmenname, Logo und sogar Handelsregisterangaben zutreffend wirken können. Ein Abgleich lohnt sich:

  • Stimmt die Domain exakt mit der Adresse überein, die das echte Unternehmen in Handelsregister, Prospekten oder Behördenverzeichnissen angibt? Zusätze wie „-cap“ oder abweichende Endungen sind ein Hinweis zur Vorsicht.
  • Stammen Telefonnummern und E-Mail-Adressen aus unabhängigen Quellen?
  • Lautet das Konto, auf das Sie zahlen sollen, auf den Namen der Firma, mit der Sie angeblich Geschäfte machen?

Im Zweifel sollten Sie das echte Unternehmen über eine selbst ermittelte Telefonnummer fragen, ob es den Kontakt tatsächlich gegeben hat.

Allgemeine Warnsignale bei Online-Investments

Unabhängig vom konkreten Anbieter raten Verbraucherschützer und Aufsichtsbehörden bei folgenden Merkmalen zu besonderer Vorsicht:

Typische Warnsignale bei Online-Investments
  • Werbung mit außergewöhnlich hohen oder garantierten Renditen
  • Kontakt, der ungefragt per Telefon, E-Mail oder Messenger zustande kommt, mit wechselnden Ansprechpartnern
  • Zahlungen an Konten oder Zahlungsdienste, die nicht auf den Namen des Anbieters lauten
  • Auftritt, der dem eines bekannten, zugelassenen Unternehmens stark ähnelt, aber unter einer anderen Domain läuft
  • Auszahlung nur gegen eine Vorabzahlung, etwa für Steuern, Gebühren oder eine „Kaution“
  • Aufforderung, Fernwartungssoftware wie AnyDesk oder TeamViewer zu installieren
  • sehr junge Domain, fehlendes oder nicht überprüfbares Impressum, keine Zulassung bei BaFin, FMA oder FINMA
  • unaufgeforderte Angebote von angeblichen Helfern nach einem Verlust

Seriöse Anbieter verrechnen Gebühren üblicherweise mit dem Guthaben und verlangen dafür keine separate Vorabüberweisung. Ob ein Unternehmen in Deutschland zugelassen ist, lässt sich in der Unternehmensdatenbank der BaFin prüfen. Wichtig ist dabei, die genaue Schreibweise und die Domain zu vergleichen, denn eine echte Firma mit ähnlichem Namen ist nicht automatisch mit einer Website unter ähnlicher Adresse identisch.

Was Sie tun können, wenn Sie betroffen sind

  1. Vor jeder weiteren Zahlung innehalten und die Forderung unabhängig prüfen lassen.
  2. Den Kontakt beenden und keine Zugangsdaten, Ausweiskopien oder Passwörter herausgeben. Fernwartungssoftware deinstallieren, Passwörter für Onlinebanking und E-Mail ändern.
  3. Unterlagen sichern: Kontoauszüge, Überweisungsbelege, E-Mails, Chatverläufe, Telefonnummern und Screenshots der Website.
  4. Die eigene Bank informieren und den Vorgang schildern.
  5. Gegebenenfalls Anzeige erstatten bei der Polizei oder der Online-Wache Ihres Bundeslandes.
  6. Vorsicht vor angeblichen Helfern, die ungefragt Kontakt aufnehmen und gegen Vorkasse eine Rückholung in Aussicht stellen.

Wir prüfen Ihren Fall

IT-Forensiker Timo Züfle und Rechtsanwalt Dr. Marc Maisch im Gespräch

Fälle dieser Art sind in der Regel schwierig und oft langwierig: Die Verantwortlichen sitzen häufig im Ausland, Zahlungen laufen über mehrere Stationen und Zahlungsdienstleister, und nicht immer lässt sich nachvollziehen, wo das Geld geblieben ist. Jeder Fall ist anders. Ob und welche Schritte sinnvoll sind, hängt vom konkreten Sachverhalt ab. Unser Team um IT-Forensiker Timo Züfle und Rechtsanwalt Dr. Marc Maisch prüft Ihre Unterlagen im Einzelfall und gibt Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung. Eine Aussage über Erfolgsaussichten ist erst nach dieser Prüfung möglich. Generell gilt: Es gibt in solchen Fällen keine Erfolgsgarantie, auch nicht bei uns.

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Häufige Fragen zu tempstone-cap.com

Ist tempstone-cap.com seriös?

Das können wir nicht abschließend beurteilen. Die FINMA hat die Domain jedoch in ihre Warnliste aufgenommen und darauf hingewiesen, dass sie nicht im Zusammenhang mit den genannten eingetragenen Unternehmen steht. Wir empfehlen daher große Vorsicht und raten, vor einer Zahlung unabhängigen Rat einzuholen.

Ich habe bereits Geld eingezahlt. Was soll ich tun?

Beenden Sie den Kontakt, leisten Sie keine weiteren Zahlungen und sichern Sie alle Unterlagen. Informieren Sie Ihre Bank und prüfen Sie, ob eine Anzeige sinnvoll ist. Weitere Zahlungen für angebliche Gebühren, Steuern oder „Freischaltungen“ gelten bei Verbraucherschützern als typisches Warnsignal.

Kann ich mein Geld zurückbekommen?

Das hängt vom konkreten Sachverhalt ab und lässt sich pauschal nicht beantworten. Solche Fälle sind schwierig, und eine Rückzahlung kann niemand seriös zusagen. Es gibt keine Erfolgsgarantie. Hilfreich ist in jedem Fall, Unterlagen frühzeitig zu sichern.

Sie möchten Ihren Fall prüfen lassen? Schildern Sie uns den Sachverhalt über das Kontaktformular am Ende dieser Seite. Die Ersteinschätzung ist kostenlos und unverbindlich.

Hinweis: Dieser Beitrag beruht auf öffentlich zugänglichen Informationen von Behörden und auf der Sichtung der Website. Er stellt keine Tatsachenbehauptung über die Betreiber dar. Sollten Sie als Betreiber oder Beteiligter Angaben für unzutreffend halten, nehmen wir Ihre Stellungnahme gern über unsere Kontaktseite entgegen und prüfen eine Korrektur.

Quellen: FINMA-Warnliste, Eintrag tempstone-cap.com, Domain-Registrierungsdaten (RDAP Verisign), Sichtung der Website. Stand: Oktober 2026.

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