Zivilrechtliche Klage bei Anlagebetrug: Wege zur Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen
Wussten Sie, dass die strafrechtliche Verfolgung von Tätern fast nie automatisch zur Rückzahlung Ihres Kapitals führt? Viele Anleger unterliegen dem Irrtum, dass staatliche Ermittlungen den finanziellen Schaden heilen. Tatsächlich ist eine zivilrechtliche Klage bei Anlagebetrug oft der einzige Weg, um einen vollstreckbaren Titel auf Basis des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) zu erwirken. Wir verstehen Ihre Sorge vor weiteren Anwaltskosten und der undurchsichtigen Rechtslage in Deutschland nach einem herben Verlust sehr gut.
Dieser Leitfaden bietet Ihnen die notwendige Orientierung, um die prozessualen Anforderungen der Zivilprozessordnung (ZPO) zu verstehen. Wir analysieren die juristischen Grundlagen und erklären, wie Sie Beweismittel rechtssicher aufbereiten, um Ihre Forderungen fundiert zu begründen. Sie gewinnen Klarheit über den Ablauf eines Gerichtsverfahrens und lernen, die Risiken sowie Notwendigkeiten einer Klage nüchtern einzuschätzen. Unser Ziel ist es, Ihnen die nötige Expertise zu vermitteln, damit Sie Ihre Situation auf Basis von Fakten statt Emotionen bewerten können.
Derartige Fälle sind im Allgemeinen komplex und langwierig. Eine Garantie auf Erfolg kann nie gegeben werden. Jeder Fall ist individuell.
Wichtigste Erkenntnisse
- Verstehen Sie den wesentlichen Unterschied zwischen Straf- und Zivilrecht und warum die zivilrechtliche Verfolgung das primäre Instrument zur angestrebten Schadenswiedergutmachung darstellt.
- Wir erläutern die juristischen Anspruchsgrundlagen für eine zivilrechtliche Klage bei Anlagebetrug gemäß den Paragrafen 823 und 826 des Bürgerlichen Gesetzbuches.
- Lernen Sie die Bedeutung der Blockchain-Forensik kennen, die als technisches Gutachten dient, um komplexe Geldflüsse für gerichtliche Auseinandersetzungen lückenlos zu dokumentieren.
- Informieren Sie sich über den strukturierten Ablauf des Klageverfahrens, von der notwendigen außergerichtlichen Mahnung bis zur Einreichung der Klageschrift beim zuständigen Landgericht.
- Erfahren Sie, wie die Kombination aus IT-forensischer Expertise und spezialisierter Rechtsberatung eine fundierte Grundlage für die individuelle Aufarbeitung Ihres Falls schafft.
Derartige Fälle sind im Allgemeinen komplex und langwierig. Eine Garantie auf Erfolg kann nie gegeben werden. Jeder Fall ist individuell.
Zivilrechtliche Klage vs. Strafverfahren: Den Fokus auf die Schadenswiedergutmachung setzen
In Deutschland existiert eine strikte funktionale Trennung zwischen dem Strafrecht und dem Zivilrecht. Während ein Strafverfahren primär die Sanktionierung der Täter durch den Staat verfolgt, dient die zivilrechtliche Klage bei Anlagebetrug dem Ziel, den erlittenen finanziellen Schaden direkt beim Verursacher einzufordern. Für Betroffene ist dieser Weg oft der direktere Weg zur Entschädigung, da das Gericht hier nicht über die persönliche Schuld im strafrechtlichen Sinne entscheidet, sondern über die zivilrechtliche Pflicht zur Rückzahlung des Kapitals.
Ein wesentlicher Aspekt ist die Eigenverantwortung des Klägers. Im Zivilprozess gilt der Beibringungsgrundsatz. Das bedeutet, dass der Geschädigte alle relevanten Fakten und Beweise selbst vortragen muss, um seinen Anspruch schlüssig zu begründen. Die rechtliche Grundlage findet sich häufig in der Definition von Kapitalanlagebetrug gemäß § 264a StGB, die als Schutzgesetz im Sinne des § 823 Abs. 2 BGB fungiert. Ziel des Verfahrens ist die Erlangung eines vollstreckbaren Titels. Dieser Titel erlaubt es, Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen die Betreiber oder Verantwortlichen einzuleiten, sofern pfändbare Vermögenswerte vorhanden sind.
Das Adhäsionsverfahren als Brücke
Das Adhäsionsverfahren nach den §§ 403 ff. StPO ermöglicht es Geschädigten, zivilrechtliche Ansprüche unmittelbar im laufenden Strafprozess geltend zu machen. Dies spart zusätzliche Gerichtskosten und Zeit, da kein separates Verfahren vor einem Zivilgericht eingeleitet werden muss. Dennoch stößt dieses Modell oft an seine Grenzen. Besonders bei komplexen Auslandsstrukturen oder wenn die Beweisaufnahme zum Schaden den Strafprozess erheblich verzögern würde, lehnen Gerichte eine Entscheidung im Adhäsionsweg häufig ab. In solchen Fällen bleibt lediglich die eigenständige Klage vor den Zivilkammern.
Die Unabhängigkeit der zivilrechtlichen Verfolgung
Anleger müssen nicht warten, bis staatliche Ermittlungen abgeschlossen sind oder ein Urteil im Strafprozess vorliegt. Eine zivilrechtliche Klage bei Anlagebetrug
Anspruchsgrundlagen: Auf welcher Basis erfolgt die Klage bei Anlagebetrug?
Die Vorbereitung für eine zivilrechtliche Klage bei Anlagebetrug erfordert eine präzise Identifikation der rechtlichen Anspruchsgrundlagen. Im deutschen Zivilrecht bildet das Deliktsrecht das Fundament für Schadensersatzforderungen. Zentral ist hierbei § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit einem Schutzgesetz, meist dem Betrugstatbestand nach § 263 StGB. Betroffene müssen darlegen, dass die Gegenseite vorsätzlich falsche Tatsachen vorgespiegelt hat, um einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu erlangen. Die Beweislast für den Vorsatz liegt dabei auf der Klägerseite, was eine detaillierte Aufarbeitung der Kommunikation mit den Plattformbetreibern notwendig macht.
Ergänzend greift oft § 826 BGB. Dieser Paragraph regelt die Haftung wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung. Er kommt zur Anwendung, wenn das Verhalten der Hintermänner besonders verwerflich ist und gegen das Anstandsgefühl aller billig und gerecht Denkenden verstößt. Neben deliktischen Ansprüchen bietet das Bereicherungsrecht gemäß § 812 BGB eine weitere Option. Hierbei wird die Herausgabe des Erlangten gefordert, da die Vermögensübertragung ohne rechtlichen Grund erfolgte. Die Komplexität dieser Paragrafen macht deutlich, warum eine fundierte Analyse der Transaktionswege unerlässlich ist.
Die Durchgriffshaftung bei Scheinfirmen
Betrüger operieren häufig über Briefkastengesellschaften in Offshore-Jurisdiktionen. Diese Konstrukte dienen primär der Anonymisierung der Geldflüsse und dem Schutz der Täter vor direktem Zugriff. Eine wesentliche Herausforderung stellt die Ermittlung der wirtschaftlich Berechtigten dar, die sich hinter diesen Fassaden verbergen. In Fällen von sogenannten Clone-Firmen, bei denen Betrüger die Identität und das Design renommierter Institute kopieren, ist eine sorgfältige Abgrenzung notwendig. Geschädigte sollten polizeiliche Ratschläge bei Anlagebetrug nutzen, um die typischen Vorgehensweisen dieser Akteure besser einzuordnen. Die juristische Strategie zielt hier oft auf eine Durchgriffshaftung ab, um die handelnden Personen direkt zur Rechenschaft zu ziehen, wenn die juristische Person lediglich als betrügerisches Werkzeug fungiert.
Schadensersatz gegen beteiligte Dritte
Oft sind die direkten Täter im Ausland schwer greifbar. In diesem Szenario rücken beteiligte Dritte in den Fokus der Haftungsprüfung. Finanzinstitute und Zahlungsdienstleister unterliegen strengen Sorgfaltspflichten nach dem Geldwäschegesetz (GwG). Wenn Banken trotz offensichtlicher Unregelmäßigkeiten bei hohen Transaktionssummen keine Meldung erstatten oder Konten nicht sperren, kann eine Haftung wegen Pflichtverletzung entstehen. Auch Krypto-Exchanges stehen zunehmend in der Verantwortung, insbesondere wenn sie Sicherheitsstandards vernachlässigen oder Warnsignale ignorieren. Eine Prüfung der Beraterhaftung ist ebenfalls sinnvoll, falls Vermittler ohne die erforderliche Zulassung nach § 34f GewO agiert haben. Bevor Sie rechtliche Schritte einleiten, empfiehlt sich ein Blick auf seriöse Anbietervergleiche, um die Seriosität künftiger Partner besser einschätzen zu können.
Derartige Fälle sind im Allgemeinen komplex und langwierig. Eine Garantie auf Erfolg kann nie gegeben werden. Jeder Fall ist individuell.
Die Rolle der Blockchain-Forensik in der zivilrechtlichen Beweisführung
Im Bereich des digitalen Anlagebetrugs verschwinden Gelder oft innerhalb weniger Minuten in einem Geflecht aus Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum. Wer eine zivilrechtliche klage anlagebetrug anstrebt, steht vor der Herausforderung, den Weg des Kapitals zweifelsfrei zu belegen. Die Blockchain-Forensik fungiert hierbei als technisches Gutachten. Sie dokumentiert lückenlos, wie Beträge von der Wallet des Geschädigten über verschiedene Zwischenstationen bis hin zu sogenannten Cash-out-Points oder zentralen Kryptobörsen fließen. Diese technische Analyse bildet das Rückgrat der Beweisführung. Sie übersetzt anonyme Transaktionspfade in eine gerichtsverwertbare Form und macht die Bewegung von Vermögenswerten für Richter nachvollziehbar.
Die Identifizierung von Wallets und Transaktionspfaden dient der Beweissicherung. Ohne diese Daten bleibt der Verbleib der investierten Mittel im Dunkeln. Forensiker nutzen spezialisierte Software, um Cluster zu bilden und die Identität hinter den Adressen zu ermitteln. Oft führt die Spur zu Virtual Asset Service Providern (VASPs), die über Know-Your-Customer-Daten (KYC) verfügen. Dieser Zusammenhang zwischen technischer Analyse und der juristischen Identifizierung der Gegenseite ist entscheidend. Nur wenn klar ist, wer die Verfügungsgewalt über die Ziel-Wallets hat, kann die Klageschrift präzise zugestellt werden.
Beweislast im Zivilprozess
Im deutschen Zivilrecht gilt der Beibringungsgrundsatz. Der Kläger trägt die volle Last, den Betrug und den daraus resultierenden Schaden detailliert nachzuweisen. Pauschale Behauptungen reichen nicht aus, um ein Gericht zu überzeugen. Forensische Berichte untermauern die Klageschrift mit harten IT-Fakten. Sie vermeiden gefährliche Darlegungslücken, indem sie jede einzelne Transaktion mit Zeitstempel und Hash-Wert belegen. Diese Präzision ist notwendig, damit das Gericht die Kausalität zwischen der Täuschungshandlung und dem finanziellen Verlust anerkennt.
Sicherung von Vermögenswerten
Die Geschwindigkeit der Transaktionen erfordert schnelles Handeln. Der dingliche Arrest nach § 917 ZPO ist ein wichtiges Instrument, um Gelder vor dem eigentlichen Urteil einzufrieren. Für diese Eilmaßnahme muss ein Arrestanspruch und ein Arrestgrund glaubhaft gemacht werden. Letzterer liegt vor, wenn die Besorgnis besteht, dass ohne die Pfändung die Vollstreckung des Urteils vereitelt würde. Eine zügige technische Analyse liefert die Fakten für den Arrestbefehl. Wenn Forensiker Vermögenswerte auf einer Börse lokalisieren, kann der zivilrechtliche Zugriff die Mittel sichern, bevor sie weiter transferiert werden.
Ablauf eines zivilrechtlichen Klageverfahrens gegen betrügerische Broker
Ein strukturiertes Vorgehen ist entscheidend, wenn Opfer versuchen, ihr Kapital auf dem Rechtsweg zurückzufordern. Bevor eine zivilrechtliche Klage bei Anlagebetrug eingereicht wird, steht die außergerichtliche Mahnung an erster Stelle. Hierbei setzt der Rechtsbeistand dem Broker eine klare Frist zur Rückzahlung der unterschlagenen Gelder. Dieser Schritt ist nach § 286 BGB notwendig, um den Verzug zu begründen und die Basis für spätere Schadensersatzansprüche zu festigen. Reagiert der Anbieter nicht oder verweigert die Auszahlung, folgt die Erstellung der Klageschrift.
Da die Streitwerte bei Anlagebetrug oft über 5.000 Euro liegen, ist in Deutschland gemäß § 23 und § 71 GVG das Landgericht zuständig. Hier herrscht Anwaltszwang. Sobald die Klageschrift eingereicht ist, fordert das Gericht die Zahlung eines Gerichtskostenvorschusses nach dem Gerichtskostengesetz (GKG) an. Erst wenn dieser Betrag eingegangen ist, erfolgt die offizielle Zustellung der Klage an den Beklagten. Das Gericht ordnet dann entweder ein schriftliches Vorverfahren an oder beraumt direkt einen frühen ersten Termin zur mündlichen Verhandlung an. Den Abschluss bildet die Urteilsverkündung, die bei einem positiven Ausgang die Grundlage für die anschließende Zwangsvollstreckung darstellt.
Kostenrisiko und Rechtsschutzversicherung
Die finanziellen Aufwendungen für ein Verfahren richten sich nach dem Streitwert, also der Summe, die eingeklagt wird. Anwalts- und Gerichtskosten sind im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und im GKG fest verankert. Betroffene sollten vorab eine Deckungsanfrage bei ihrer Rechtsschutzversicherung stellen. Viele Versicherer übernehmen die Kosten für eine zivilrechtliche Klage bei Anlagebetrug, sofern der Vertrag bereits vor dem schädigenden Ereignis bestand. Eine transparente Kostenstruktur ist hierbei essentiell, um das wirtschaftliche Risiko präzise abzuwägen.
Dauer und Komplexität des Verfahrens
Verfahren gegen betrügerische Handelsplattformen zeichnen sich oft durch einen Auslandsbezug aus. Befindet sich der Sitz des Brokers im Nicht-EU-Ausland, verzögert sich die Zustellung der Klage massiv, da internationale Abkommen wie das Haager Zustellungsübereinkommen beachtet werden müssen. Solche Prozesse dauern häufig zwölf Monate oder länger. Die Beweisaufnahme stellt eine weitere Hürde dar. Oft müssen IT-Sachverständigengutachten erstellt werden, um die manipulierten Handelsplattformen und die tatsächlichen Geldflüsse gerichtsfest zu dokumentieren. Wer diesen Weg beschreitet, benötigt Geduld und eine fundierte Vorbereitung der Beweismittel.
Wenn Sie Unterstützung bei der rechtlichen Einordnung Ihres Falles benötigen, finden Sie weitere Informationen unter brokercheck24-cms.de.
Derartige Fälle sind im Allgemeinen komplex und langwierig. Eine Garantie auf Erfolg kann nie gegeben werden. Jeder Fall ist individuell.
Strategische Vertretung durch Brokercheck-24 und die Kanzlei Maisch
Die erfolgreiche Durchsetzung von Ansprüchen nach einem finanziellen Verlust erfordert eine präzise Verzahnung von technischem Fachwissen und juristischer Präzision. Brokercheck-24 nutzt eine Synergie aus IT-forensischer Expertise und der spezialisierten Rechtsberatung der Kanzlei Maisch. Dieser duale Ansatz ist notwendig, da moderne Betrugsmaschen oft hochkomplex gestaltet sind. Eine zivilrechtliche Klage bei Anlagebetrug stützt sich maßgeblich auf die Rekonstruktion digitaler Spuren. Wir verzichten bewusst auf standardisierte Massenabfertigung. Jeder Fall erhält eine individuelle Analyse, um die spezifischen Risiken ohne falsche Versprechungen zu bewerten.
Besonders bei Krypto-Betrug und manipulierten Online-Trading-Plattformen ist die Aufarbeitung der gesamten Transaktionshistorie entscheidend. Wir verfolgen Zahlungsströme auf der Blockchain, um Empfängeradressen zu identifizieren und den Verbleib der Gelder zu dokumentieren. Diese Daten bilden das Fundament für jedes weitere Vorgehen. Eine zivilrechtliche Klage bei Anlagebetrug setzt voraus, dass die Verantwortlichen oder deren Zahlungsdienstleister rechtlich greifbar gemacht werden können. Unsere Experten prüfen detailliert, ob Haftungsansprüche gegen Banken oder andere beteiligte Finanzinstitute bestehen, die ihre Sorgfaltspflichten verletzt haben könnten.
Kostenfreie Ersteinschätzung für Betroffene
Betroffene können ihren Fall über das Online-Formular bei Brokercheck-24 einreichen. Für eine fundierte Prüfung sind Unterlagen wie Kontoauszüge, Kryptotransfer-Belege und die Kommunikation mit den Tätern erforderlich. Wir sichten diese Dokumente, um ein klares Bild der Situation zu gewinnen. Die Analyse erfolgt unter objektiven Gesichtspunkten. Wir zeigen rechtliche Handlungsoptionen auf, ohne unbegründeten Optimismus zu wecken. Transparenz über mögliche zivilrechtliche Schritte steht hierbei an oberster Stelle.
Langjährige Erfahrung im Bank- und Kapitalmarktrecht
Rechtsanwalt Thomas Maisch nutzt seine Erfahrung im Bank- und Kapitalmarktrecht für die Entwicklung zivilrechtlicher Strategien. Sein Fokus liegt auf der Geltendmachung von Ansprüchen gegen Täter oder verantwortliche Finanzdienstleister. Durch die Zusammenarbeit mit IT-Spezialisten entsteht ein fundiertes Dossier für rechtliche Auseinandersetzungen. Weitere Informationen finden Sie unter Anlagebetrug 2026: Wie Sie Betrug erkennen und Ihr Geld zurückfordern. Wir unterstützen Sie bei der Aufarbeitung komplexer Transaktionen.
Strategische Schritte zur Durchsetzung Ihrer Ansprüche
Die rechtliche Aufarbeitung misslungener Investments erfordert eine präzise Analyse technischer und juristischer Fakten. Eine zivilrechtliche Klage bei Anlagebetrug fokussiert sich gezielt auf die finanzielle Schadenswiedergutmachung, statt lediglich auf die Bestrafung der Täter. Hierbei bildet die spezialisierte IT-Forensik das Rückgrat der Beweisführung, da sie Transaktionspfade auf der Blockchain methodisch nachverfolgt. Brokercheck-24 bietet Ihnen in Kooperation mit der erfahrenen Kanzlei Maisch.law eine fundierte Unterstützung bei der Identifikation von Anspruchsgrundlagen, wie sie beispielsweise im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) verankert sind. Jeder Einzelfall wird einer individuellen Prüfung unterzogen, um die spezifischen Details des Broker-Kontakts und der Geldflüsse zu bewerten. Dieser strukturierte Prozess schafft die notwendige Transparenz, um fundierte Entscheidungen über das weitere Vorgehen zu treffen. Verlassen Sie sich auf objektive Expertise und modernste Blockchain-Forensik für Krypto-Tracking, um Ihre Situation sachlich bewerten zu lassen. Wir begleiten Sie als unabhängige Prüfer durch diesen komplexen Prozess und stellen sicher, dass alle technischen Möglichkeiten zur Beweissicherung ausgeschöpft werden. Ihr Handeln basiert so auf Fakten und einer klaren rechtlichen Strategie.
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Derartige Fälle sind im Allgemeinen komplex und langwierig. Eine Garantie auf Erfolg kann nie gegeben werden. Jeder Fall ist individuell.
Häufig gestellte Fragen zum Thema Anlagebetrug
Wie lange dauert eine zivilrechtliche Klage bei Anlagebetrug im Durchschnitt?
Eine zivilrechtliche Klage bei Anlagebetrug dauert in der ersten Instanz vor deutschen Landgerichten durchschnittlich 12 bis 24 Monate. Die genaue Verfahrensdauer hängt maßgeblich von der Auslastung der Justiz und der Komplexität des individuellen Sachverhalts ab. Bei grenzüberschreitenden Sachverhalten verzögern notwendige Zustellungen im Ausland den Prozess oft um zusätzliche sechs bis zwölf Monate. Eine schnellere Erledigung des Falls ist meist nur durch einen gerichtlichen Vergleich zwischen den Parteien möglich.
Kann ich auch klagen, wenn ich nur den Namen der Plattform, aber nicht der Hintermänner kenne?
Eine Klage gegen eine bloße Internetplattform ist rechtlich nicht möglich, da diese keine eigene Rechtspersönlichkeit besitzt. Für eine zivilrechtliche Klage bei Anlagebetrug müssen Sie eine ladungsfähige Anschrift der Betreibergesellschaft oder der verantwortlichen Personen benennen. Ohne die Identifikation der rechtlich verantwortlichen juristischen oder natürlichen Person fehlt der Klage der notwendige Klagegegner. Eine Recherche durch spezialisierte Dienstleister zur Ermittlung der Anspruchsgegner ist in solchen Fällen oft eine zwingende Voraussetzung.
Welche Beweise sind für eine erfolgreiche Zivilklage am wichtigsten?
Die wichtigsten Beweismittel sind lückenlose Bankbelege über die getätigten Einzahlungen und die gesamte schriftliche Kommunikation mit dem Broker. Sichern Sie Chat-Protokolle, E-Mails und Screenshots der Handelsplattform zeitnah ab. Auch unterzeichnete Verträge oder vermeintliche Gewinnbestätigungen dienen als Belege, um den Schadensersatzanspruch und die Täuschungshandlung substantiiert darzulegen. Ohne diese detaillierte Dokumentation ist eine Beweisführung vor einem deutschen Gericht nahezu ausgeschlossen.
Übernimmt meine Rechtsschutzversicherung die Kosten für eine Klage gegen einen Broker?
Ob eine Rechtsschutzversicherung die Kosten deckt, hängt individuell von den vereinbarten Versicherungsbedingungen Ihres Vertrags ab. Viele Standardverträge schließen Streitigkeiten aus dem Bereich der Kapitalanlagegeschäfte explizit aus. Eine Deckungszusage erfolgt meist nur, wenn der Vertrag einen entsprechenden Baustein für Kapitalmarktrecht enthält und die Versicherung eine hinreichende Erfolgsaussicht für das Verfahren prüft. Prüfen Sie Ihren Versicherungsschein daher genau auf Klauseln zum Thema Effektenhandel oder Derivate.
Was passiert, wenn der betrügerische Broker seinen Sitz im Ausland hat?
Bei einem Sitz im Ausland muss die Klage nach den Regeln der internationalen Zuständigkeit erhoben werden. Innerhalb der EU erleichtert die EuGVVO den Prozess, während bei Drittstaaten wie den Seychellen das Haager Zustellungsübereinkommen vom 15. November 1965 greift. Die Vollstreckung eines deutschen Urteils im außereuropäischen Ausland stellt oft eine erhebliche rechtliche Hürde dar. Oftmals existieren in diesen Jurisdiktionen keine Abkommen zur gegenseitigen Anerkennung von Gerichtsurteilen.
Kann ich mein Geld auch ohne Klage zurückbekommen?
Ein außergerichtlicher Einigungsversuch durch ein anwaltliches Mahnschreiben stellt eine Option dar, die vor einer Klageerhebung geprüft werden sollte. In manchen Fällen ermöglichen Kreditkartenanbieter oder Banken ein Chargeback-Verfahren, sofern die Transaktion nicht länger als 120 Tage zurückliegt. Diese Wege sind jedoch oft steinig und führen nicht zwangsläufig zur Rückzahlung der verlorenen Gelder. Ein direkter Kontakt mit den anonymen Betreibern bleibt im Regelfall ohne Ergebnis.
Wie hoch sind die Gerichtskosten bei einer Klage wegen Anlagebetrugs?
Die Gerichtskosten richten sich nach dem Streitwert und sind im Gerichtskostengesetz (GKG) festgeschrieben. Bei einem Streitwert von 10.000 Euro fallen beispielsweise drei Gerichtsgebühren in Höhe von insgesamt 798 Euro an. Hinzu kommen die gesetzlichen Anwaltsgebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG), die der Kläger zunächst als Vorschuss leisten muss. Im Falle eines vollständigen Sieges muss die Gegenseite diese Kosten theoretisch erstatten, sofern sie liquide ist.
Was ist der Unterschied zwischen einer Strafanzeige und einer zivilrechtlichen Klage?
Die Strafanzeige dient der staatlichen Bestrafung der Täter, führt aber nicht automatisch zur Rückzahlung Ihres Kapitals. Eine zivilrechtliche Klage bei Anlagebetrug ist hingegen ein privatrechtliches Verfahren, mit dem Sie Ihren individuellen Schadensersatzanspruch direkt gegen den Schädiger durchsetzen. Während der Staat im Strafrecht die Ermittlungen führt, müssen Sie im Zivilprozess die Beweislast für den entstandenen Schaden selbst tragen. Beide Verfahren können jedoch zeitgleich nebeneinander geführt werden.
Derartige Fälle sind im Allgemeinen komplex und langwierig. Eine Garantie auf Erfolg kann nie gegeben werden. Jeder Fall ist individuell.