Plattform-Warnung

Pro Kredits (prokredits.com): Warnung und Hinweise

Von · fachlich geprüft von Dr. Marc Maisch · aktualisiert am

Pro Kredits (prokredits.com): Warnung und Hinweise

Wer über die Website prokredits.com einen Kredit beantragt hat oder beantragen möchte, sollte besonders aufmerksam sein. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 11. September 2026 vor angeblichen Kreditangeboten auf dieser Website gewarnt. Nach Angaben der BaFin bietet „Pro Kredits“ dort ohne die erforderliche Erlaubnis den Abschluss von Darlehensverträgen an.

In diesem Beitrag fassen wir zusammen, was öffentlich bekannt ist. Ob im Einzelfall tatsächlich ein Betrug vorliegt, lässt sich nur anhand der konkreten Unterlagen beurteilen. Zu dieser Domain liegen uns derzeit keine Schilderungen von Betroffenen vor, deshalb stützen wir uns ausschließlich auf amtliche und öffentlich nachprüfbare Angaben sowie auf die Website selbst.

Pro Kredits (prokredits.com) auf einen Blick

Name auf der Website PRO KREDITS
Website prokredits.com (zum Zeitpunkt unserer Prüfung im Oktober 2026 erreichbar)
Domain registriert 5. Februar 2026 (laut öffentlichen Registrierungsdaten)
Behördenhinweis Warnung der BaFin vom 11. September 2026
Rechtsgrundlage der Warnung § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz (KWG)
Beworbenes Angebot laut Website Privatkredite, Immobiliendarlehen und Investitionsfinanzierung mit einem effektiven Jahreszins von 3 %

Auffällig ist der zeitliche Ablauf: Die Domain wurde laut Registrierungsdaten Anfang Februar 2026 angelegt, rund sieben Monate später veröffentlichte die BaFin ihre Warnung. Auf der Website wird eine Adresse in Berlin und eine E-Mail-Adresse genannt. Ob unter dieser Adresse tatsächlich ein Unternehmen ansässig ist, konnten wir nicht überprüfen. Eine Zulassung als Kreditinstitut oder Kreditvermittler haben wir nicht gefunden.

Zur Abgrenzung: Es gibt Banken und Unternehmen mit ähnlich klingenden Namen. Eine Verbindung zwischen diesen und der Website prokredits.com ist uns nicht bekannt, und die BaFin nennt in ihrer Warnung keine. Dieser Beitrag bezieht sich ausschließlich auf das Angebot unter prokredits.com.

Was die BaFin mitteilt

Die BaFin warnt vor angeblichen Kreditangeboten auf der Website prokredits.com. „Pro Kredits“ biete dort ohne die erforderliche Erlaubnis den Abschluss von Darlehensverträgen an. Die Information beruht auf § 37 Absatz 4 des Kreditwesengesetzes. Die BaFin weist außerdem darauf hin, dass in Deutschland, wer Bankgeschäfte, Finanz- und Wertpapierdienstleistungen anbietet, dazu eine Erlaubnis der BaFin benötigt, und dass sich in ihrer Unternehmensdatenbank prüfen lässt, ob ein Unternehmen zugelassen ist.

Bei anderen Aufsichtsbehörden, etwa der FMA in Österreich oder der FINMA in der Schweiz, haben wir bei unserer Recherche keine eigene Warnung zu dieser Domain gefunden. Eine Warnung ist kein Strafurteil und keine abschließende Feststellung eines Betrugs. Sie besagt, dass der Anbieter nach Auffassung der Behörde nicht über die erforderliche Erlaubnis verfügt.

Was über das Angebot bekannt ist

Die Website ist in mehreren Sprachen aufgebaut und wirbt unter dem Slogan „Genießen Sie bei uns unbegrenzt Guthaben“ mit Privatkrediten, Immobiliendarlehen und Investitionsfinanzierung. Ein Online-Formular erlaubt es, einen Kredit „zu simulieren“ und anzufordern, genannt wird ein effektiver Jahreszins von 3 %. Außerdem werden eine Anschrift in Berlin und eine E-Mail-Adresse angegeben.

Verbraucherschützer weisen bei angeblichen Kreditangeboten im Internet regelmäßig auf ein typisches Muster hin: Nach einer unkomplizierten Zusage werden vor der Auszahlung Vorabzahlungen verlangt, etwa für „Bearbeitungsgebühren“, eine „Versicherung“ oder eine „Sicherheitsleistung“. Ob dies bei prokredits.com der Fall ist, wissen wir nicht. Meldungen von Betroffenen liegen uns zu dieser Domain bislang nicht vor. Wer mit dem Anbieter Kontakt hatte, kann sich gern bei uns melden.

Auch die Weitergabe persönlicher Daten bei einer Kreditanfrage birgt Risiken: Ausweiskopien, Kontoauszüge und Gehaltsnachweise können missbraucht werden. Wer solche Unterlagen bereits übermittelt hat, sollte die Bank informieren und aufmerksam auf ungewöhnliche Vorgänge achten.

Allgemeine Warnsignale bei Online-Angeboten

Unabhängig vom konkreten Anbieter raten Verbraucherschützer und Aufsichtsbehörden bei folgenden Merkmalen zu besonderer Vorsicht:

Typische Warnsignale bei Online-Investments
  • Kreditzusage ohne ernsthafte Bonitätsprüfung, etwa trotz negativer Schufa
  • Verlangen von Gebühren, Versicherungen oder Sicherheitsleistungen im Voraus, bevor das Darlehen ausgezahlt wird
  • Zahlungsanweisungen an Privatpersonen, Zahlungsdienste oder Konten im Ausland
  • Aufforderung, Ausweiskopien oder Kontodaten per E-Mail oder Messenger zu senden
  • sehr junge Domain und Angaben, die sich nicht überprüfen lassen, etwa Adresse ohne Handelsregistereintrag
  • Zinssatz, der deutlich unter dem Marktniveau liegt
  • Zeitdruck oder ein Angebot, das „nur heute“ gilt

Seriöse Kreditgeber verlangen vor der Auszahlung üblicherweise keine Vorabzahlung auf ein privates Konto. Gebühren werden in der Regel im Kreditvertrag ausgewiesen und mit dem Darlehen verrechnet.

Was Sie tun können, wenn Sie betroffen sind

  1. Vor jeder weiteren Zahlung innehalten und die Forderung unabhängig prüfen lassen.
  2. Den Kontakt zu den Ansprechpartnern beenden und keine Fernwartungssoftware wie AnyDesk oder TeamViewer installieren. Keine Zugangsdaten und keine Ausweiskopien weitergeben.
  3. Unterlagen sichern: Kontoauszüge, Überweisungsbelege, E-Mails, Chatverläufe, Telefonnummern, Vertragsunterlagen und Screenshots der Website.
  4. Die eigene Bank informieren und den Vorgang schildern. Bei Überweisungen lohnt eine schnelle Meldung.
  5. Gegebenenfalls Anzeige erstatten bei der Polizei oder der Online-Wache Ihres Bundeslandes.
  6. Vorsicht vor angeblichen Helfern, die ungefragt Kontakt aufnehmen und gegen Vorkasse eine Rückholung in Aussicht stellen.

Wir prüfen Ihren Fall

IT-Forensiker Timo Züfle und Rechtsanwalt Dr. Marc Maisch im Gespräch

Fälle dieser Art sind in der Regel schwierig und oft langwierig: Die Verantwortlichen sitzen häufig im Ausland, Zahlungen laufen über mehrere Stationen und Zahlungsdienstleister, und nicht immer lässt sich nachvollziehen, wo das Geld geblieben ist. Jeder Fall ist anders. Ob und welche Schritte sinnvoll sind, hängt vom konkreten Sachverhalt ab. Unser Team um IT-Forensiker Timo Züfle und Rechtsanwalt Dr. Marc Maisch prüft Ihre Unterlagen im Einzelfall und gibt Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung. Eine Aussage über Erfolgsaussichten ist erst nach dieser Prüfung möglich. Generell gilt: Es gibt in solchen Fällen keine Erfolgsgarantie, auch nicht bei uns.

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Häufige Fragen zu prokredits.com

Ist prokredits.com seriös?

Das können wir nicht abschließend beurteilen. Die BaFin hat jedoch gewarnt, dass „Pro Kredits“ auf prokredits.com ohne die erforderliche Erlaubnis Darlehensverträge anbietet. Wir empfehlen daher große Vorsicht.

Ich soll vor der Auszahlung des Kredits eine Gebühr zahlen. Ist das normal?

Das gilt bei Verbraucherschützern als typisches Warnsignal. Wir empfehlen, vor einer solchen Zahlung unabhängigen Rat einzuholen und keine Beträge an Privatkonten oder Zahlungsdienste zu überweisen.

Ich habe Ausweis und Kontodaten übermittelt. Was soll ich tun?

Wir empfehlen, die eigene Bank zu informieren, Zugangsdaten zu ändern und Kontobewegungen genau zu beobachten. Bei Missbrauch kann eine Anzeige bei der Polizei sinnvoll sein.

Kann ich mein Geld zurückbekommen?

Das hängt vom konkreten Sachverhalt ab und lässt sich pauschal nicht beantworten. Solche Fälle sind schwierig, und eine Rückzahlung kann niemand seriös zusagen. Es gibt keine Erfolgsgarantie. Hilfreich ist in jedem Fall, Unterlagen frühzeitig zu sichern.

Sie möchten Ihren Fall prüfen lassen? Schildern Sie uns den Sachverhalt über das Kontaktformular am Ende dieser Seite. Die Ersteinschätzung ist kostenlos und unverbindlich.

Hinweis: Dieser Beitrag beruht auf öffentlich zugänglichen Informationen, die wir nicht im Einzelnen überprüfen konnten. Er stellt keine Tatsachenbehauptung über den Anbieter dar. Sollten Sie als Betreiber oder Beteiligter Angaben für unzutreffend halten, nehmen wir Ihre Stellungnahme gern über unsere Kontaktseite entgegen und prüfen eine Korrektur.

Quellen: BaFin-Warnung vom 11.09.2026, Domain-Registrierungsdaten (RDAP Verisign) zu prokredits.com, Angaben der Website selbst. Stand: Oktober 2026.

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