SourceX (sourcex.pro): Erfahrungen und Hinweise
Von Timo Züfle · fachlich geprüft von Dr. Marc Maisch · aktualisiert am

Wer über die Plattform sourcex.pro Geld angelegt hat und auf eine Auszahlung wartet, sollte die eigene Situation sorgfältig prüfen. Seit Juli 2026 haben sich mehrere Personen bei uns gemeldet, die nach eigenen Angaben über SourceX Kryptowährungen eingezahlt haben und seit Wochen oder Monaten keine Auszahlung erhalten haben sollen.
In diesem Beitrag fassen wir zusammen, was öffentlich bekannt ist und was uns berichtet wurde. Ob im Einzelfall tatsächlich ein Betrug vorliegt, lässt sich nur anhand der konkreten Unterlagen beurteilen. Der Name „SourceX“ wird auch von anderen, nicht verbundenen Unternehmen und Produkten verwendet. Dieser Beitrag bezieht sich ausschließlich auf das Angebot unter der Domain sourcex.pro und dem Nutzerbereich app.sourcex.pro.
SourceX (sourcex.pro) auf einen Blick
| Name | SourceX bzw. SourceXPro |
| Website | sourcex.pro, Nutzerbereich app.sourcex.pro (im Oktober 2026 erreichbar) |
| Domain registriert | 21. Februar 2025 (laut öffentlichen Registrierungsdaten) |
| Angegebener Betreiber | eine US-Gesellschaft mit Sitz in Delaware und Adresse in New York (Angabe der Website, von uns nicht überprüft) |
| Behördenhinweis | keine Warnung einer Finanzaufsicht gefunden (Stand: Oktober 2026) |
| Meldungen bei uns | seit Juli 2026, von mehreren Betroffenen |
| Beschriebener Ablauf | nach Angaben von Betroffenen Einzahlung in Kryptowährung, versprochene monatliche Rendite, Auszahlung nach Laufzeitende bleibt aus |
Was über das Angebot sourcex.pro bekannt ist
Die Website beschreibt SourceX heute als Anbieter von Blockchain-Technologie. Genannt werden unter anderem eine KI-gestützte „Arbitrage-Engine“, die Kursunterschiede zwischen Kryptobörsen ausnutzen soll, Wallet-Systeme, ein Tauschdienst und eine sogenannte Whitelabel-Plattform, mit der Firmen eigene Krypto-Angebote betreiben können. Auf der Startseite werden Kennzahlen wie eine „Arbitrage Yield“ von +12,4 Prozent angezeigt.
In einem ausführlichen Risikohinweis betont die Website zugleich, SourceX sei ein reiner Technologieanbieter, kein Finanzinstitut, gebe keine Anlageberatung und sei in keinem Land als Broker oder Wertpapierdienstleister registriert. Es gebe ausdrücklich keine Garantie für Gewinne oder Renditen. Als Betreiber nennt die Website eine Gesellschaft nach dem Recht des US-Bundesstaats Delaware mit einer Adresse in New York. Ob diese Angaben zutreffen und ob die Gesellschaft tatsächlich hinter dem Angebot steht, konnten wir nicht überprüfen.
Laut den öffentlichen Registrierungsdaten wurde die Domain sourcex.pro am 21. Februar 2025 angelegt. Die Website gibt als Gründungsjahr 2024 an.
Was Behörden zu SourceX sagen
Eine Warnung einer Finanzaufsicht zu sourcex.pro oder SourceX haben wir nicht gefunden. Geprüft haben wir unter anderem die Veröffentlichungen von BaFin, FMA, FINMA, CNMV, AFM, CONSOB und FCA, die internationale Datenbank der IOSCO sowie die Liste der Watchlist Internet (Stand: Oktober 2026). Das bedeutet weder, dass das Angebot zugelassen ist, noch, dass ein Fehlverhalten feststeht. Aufsichtsbehörden veröffentlichen Warnungen häufig erst mit zeitlichem Abstand.
Wichtig für Anlegerinnen und Anleger in Deutschland: Wer hierzulande gewerblich Finanzdienstleistungen oder Kryptowerte-Dienstleistungen anbietet, braucht in der Regel eine Erlaubnis. Ob ein Anbieter eine solche Erlaubnis hat, lässt sich in der Unternehmensdatenbank der BaFin prüfen.
Was Betroffene berichten
Die Schilderungen, die uns erreicht haben, ähneln sich in mehreren Punkten. Wir geben sie hier zusammengefasst, ohne persönliche Angaben und ohne eigene Bewertung des Einzelfalls wieder.
Einstieg über Bekannte und Vermittler
Mehrere Betroffene berichten, sie seien nicht über Werbung, sondern über persönliche Kontakte zu SourceX gekommen, etwa über einen Bekannten oder einen Finanzberater, der selbst dort investiert haben soll. In einem Fall habe ein Vermittler das Geld entgegengenommen und auf der Plattform eingezahlt; zusätzlich sei eine kostenpflichtige Jahreslizenz bei einem Drittanbieter verlangt worden, um „mitmachen“ zu können. Ein weiterer Fall schildert, dem Vermittler seien Provisionen und Reisen in Aussicht gestellt worden.
Einzahlung in Kryptowährung, feste Laufzeit, hohe Rendite
Nach den Schilderungen wurde das Geld überwiegend als Kryptowährung über bekannte Kryptobörsen an die Plattform gesendet. Versprochen worden sei eine monatliche Verzinsung, in einem Fall von rund sieben Prozent pro Monat, sowie die Rückzahlung von Kapital und Rendite nach einer Laufzeit von etwa zwölf Monaten. Im Nutzerbereich app.sourcex.pro sei ein wachsendes Guthaben angezeigt worden. Ob diesen Zahlen echte Geschäfte zugrunde lagen, ist nicht bekannt.
Auszahlung verzögert, Verweis auf Geldwäscheprüfungen
Übereinstimmend berichten Betroffene, dass fällige Auszahlungen nicht oder nicht mehr ausgeführt worden seien. Als Begründung seien technische Probleme sowie angebliche Prüfungen zur Geldwäschebekämpfung (AML) genannt worden. Teilweise sei eine erneute Identitätsprüfung (KYC) verlangt und auch bestätigt worden, die Auszahlung sei danach aber weiter ausgeblieben. Mehrere Betroffene beschreiben die Antworten des Supports als standardisiert und hinhaltend; ein Betroffener vermutete, dass ein automatisiertes Chatsystem antworte. Die Kommunikation sei teils über Telegram gelaufen.
Guthaben nach Umstellung der Website verschwunden
Ein Betroffener berichtet, nach einer Überarbeitung der Website sei sein eingezahltes Kapital im Kundenbereich nicht mehr angezeigt worden. Mehrere Betroffene schildern Verluste in fünfstelliger Höhe, teils aus der Altersvorsorge.
Allgemeine Warnsignale bei Online-Investments
Unabhängig vom konkreten Anbieter raten Verbraucherschützer und Aufsichtsbehörden bei folgenden Merkmalen zu besonderer Vorsicht:

- feste, sehr hohe Renditen, etwa mehrere Prozent pro Monat, bei angeblich geringem Risiko
- „KI-Trading“ oder „Arbitrage-Bots“, deren Funktionsweise sich nicht überprüfen lässt
- Einstieg über Bekannte oder Vermittler, die Provisionen oder Reisen erhalten sollen
- Gebühren oder Lizenzen, die man vorab bezahlen muss, um teilnehmen zu dürfen
- Einzahlung nur in Kryptowährung, Kommunikation über Telegram oder einen Chat-Support
- Auszahlungen, die mit Verweis auf „AML-Prüfungen“, „Compliance“ oder technische Probleme immer wieder verschoben werden
- keine Erlaubnis einer europäischen Finanzaufsicht, Betreiberangaben nur zu einer Gesellschaft im Ausland
Seriöse Anbieter zahlen fällige Beträge üblicherweise ohne monatelange Verzögerung aus und verlangen dafür keine zusätzlichen Zahlungen.
Was Sie tun können, wenn Sie betroffen sind
- Keine weiteren Zahlungen leisten, auch nicht für angebliche Prüfgebühren, Steuern oder Freischaltungen, und jede Forderung unabhängig prüfen lassen.
- Den Kontakt in den Chats beenden. Keine Fernwartungssoftware wie AnyDesk oder TeamViewer installieren und keine Zugangsdaten oder Wallet-Schlüssel herausgeben.
- Unterlagen sichern: Kontoauszüge, Belege der Kryptobörse, Transaktions-IDs, Screenshots des Kundenbereichs, Kontoauszüge der Plattform, Chats mit Support und Vermittlern.
- Die eigene Bank und die genutzte Kryptobörse informieren und den Vorgang schildern.
- Gegebenenfalls Anzeige erstatten bei der Polizei oder der Online-Wache Ihres Bundeslandes.
- Vorsicht vor angeblichen Helfern, die ungefragt Kontakt aufnehmen und gegen Vorkasse eine Rückholung in Aussicht stellen.
Wir prüfen Ihren Fall

Fälle dieser Art sind in der Regel schwierig und oft langwierig: Die Verantwortlichen sitzen häufig im Ausland, Zahlungen laufen über mehrere Stationen und Kryptowährungen, und nicht immer lässt sich nachvollziehen, wo das Geld geblieben ist. Jeder Fall ist anders. Ob und welche Schritte sinnvoll sind, hängt vom konkreten Sachverhalt ab. Unser Team um IT-Forensiker Timo Züfle und Rechtsanwalt Dr. Marc Maisch prüft Ihre Unterlagen im Einzelfall und gibt Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung, mehr dazu auf kryptobetrugshilfe.de. Eine Aussage über Erfolgsaussichten ist erst nach dieser Prüfung möglich. Generell gilt: Es gibt in solchen Fällen keine Erfolgsgarantie, auch nicht bei uns.
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Häufige Fragen zu SourceX
Ist sourcex.pro seriös?
Das können wir nicht abschließend beurteilen. Eine Warnung einer Finanzaufsicht haben wir nicht gefunden. Uns liegen jedoch mehrere Meldungen zu ausbleibenden Auszahlungen vor, und nach eigenen Angaben ist SourceX in keinem Land als Finanzdienstleister registriert. Wir empfehlen daher große Vorsicht.
Hat SourceX etwas mit anderen Firmen namens SourceX zu tun?
Davon ist nach unserem Kenntnisstand nicht auszugehen. Der Name wird auch von anderen Unternehmen verwendet. Dieser Beitrag betrifft nur das Angebot unter sourcex.pro.
Meine Auszahlung hängt seit Wochen in einer „AML-Prüfung“. Was soll ich tun?
Leisten Sie keine weiteren Zahlungen, um die Prüfung zu beschleunigen, und holen Sie unabhängigen Rat ein. Sichern Sie alle Nachrichten des Supports und Ihre Einzahlungsbelege.
Kann ich mein Geld zurückbekommen?
Das hängt vom konkreten Sachverhalt ab und lässt sich pauschal nicht beantworten. Solche Fälle sind schwierig, und eine Rückzahlung kann niemand seriös zusagen. Es gibt keine Erfolgsgarantie. Hilfreich ist in jedem Fall, Unterlagen frühzeitig zu sichern.
Sie möchten Ihren Fall prüfen lassen? Schildern Sie uns den Sachverhalt über das Kontaktformular am Ende dieser Seite. Die Ersteinschätzung ist kostenlos und unverbindlich.
Hinweis: Dieser Beitrag beruht auf öffentlich zugänglichen Informationen und auf Schilderungen von Betroffenen, die wir nicht im Einzelnen überprüfen konnten. Er stellt keine Tatsachenbehauptung über den Anbieter dar. Sollten Sie als Betreiber oder Beteiligter Angaben für unzutreffend halten, nehmen wir Ihre Stellungnahme gern über unsere Kontaktseite entgegen und prüfen eine Korrektur.
Quellen: Angaben der Website sourcex.pro (abgerufen im Oktober 2026), BaFin-Unternehmensdatenbank (kein Eintrag gefunden), IOSCO I-SCAN (kein Eintrag gefunden), Watchlist Internet (kein Eintrag gefunden), Domain-Registrierungsdaten (RDAP), Schilderungen von Betroffenen (anonymisiert). Stand: Oktober 2026.