infocoinbase.net: Krypto-Betrug? Erfahrungen und Hinweise
Von Timo Züfle · fachlich geprüft von Dr. Marc Maisch · aktualisiert am

Das Wichtigste
Zur Domain infocoinbase.net liegt uns seit Ende Oktober 2026 die Schilderung einer betroffenen Person vor: Eine Auszahlung von Guthaben sei nicht möglich gewesen, stattdessen seien immer neue Gebühren und „Kautionen“ verlangt worden. Eine Warnung einer Finanzaufsicht haben wir bislang nicht gefunden, die Website war bei unserer Prüfung nicht erreichbar. Das ist keine abschließende Feststellung.
Nicht verwechseln: Die Domain infocoinbase.net ist nicht mit dem echten, börsennotierten Krypto-Unternehmen mit ähnlichem Namen zu verwechseln. Nach unserem Kenntnisstand hat dieses mit der Domain nichts zu tun. Dieser Beitrag betrifft ausschließlich die Domain infocoinbase.net. Einen Hinweis auf eine Verbindung zu dem echten Unternehmen haben wir nicht gefunden.
infocoinbase.net auf einen Blick
| Domain | infocoinbase.net |
|---|---|
| Behördenwarnung | keine gefunden (BaFin-Datenbank der Warnungen abgefragt am 31.10.2026: kein Eintrag) |
| Domain registriert | 12. Januar 2025 (laut RDAP, Registrar PublicDomainRegistry) |
| Nameserver | Cloudflare (Anbieter, der die tatsächliche Serveradresse verbirgt) |
| Website erreichbar | nein, die Domain ließ sich am 31.10.2026 nicht auflösen |
| Meldungen bei uns | eine, von Ende Oktober 2026 |
| Geschilderter Ablauf | Auszahlung nur gegen Gebühren und Kautionen, E-Mail-Kontakt über eine Support-Adresse der Domain |
| Stand | 31.10.2026, zuletzt geprüft am 31.10.2026 |
Was berichten Betroffene über infocoinbase.net?
Die betroffene Person schildert, sie sei auf eine angebliche Handelsplattform hereingefallen und habe sich dort Guthaben auszahlen lassen wollen. Die Schilderung ist nach Angaben der Person über mehrere Stationen gelaufen:
- Ein erster Auszahlungsweg an eine Krypto-Börse habe nicht funktioniert, ein zweiter über ein Wallet ebenfalls nicht.
- Eine Überweisung auf ein Bankkonto sei nach Auskunft der Plattform wegen „Schweizer Gesetzen“ nicht möglich gewesen.
- Weitere Versuche über Zahlungsdienste und erneut eine Krypto-Börse seien gescheitert, weil der Empfang nicht möglich gewesen sei.
- Zuletzt habe man der Person eine „Platinum Crypto Card“ senden wollen, die jedoch angeblich nicht über die Grenze gebracht werden könne.
- Für alle diese Schritte seien nach den Angaben Gebühren und Kautionen verlangt worden.
Erst später sei der Person aufgefallen, dass die Support-Mails von einer Adresse mit der Endung infocoinbase.net gekommen seien und nicht von der Domain, die sie für die echte Börse hielt. Nach unserem Verständnis spricht das dafür, dass die Domain gezielt einem bekannten Namen ähnlich gewählt wurde. Ob das so ist, können wir nicht belegen.
| Meldungsprofil | |
|---|---|
| Kontaktweg | E-Mail-Support, zusätzlich Messenger |
| Betrag (Gesamt) | sechsstelliger Bereich |
| Zahlungsart | Überweisung und Kryptowährungen, jeweils an wechselnde Stellen |
| Auszahlungshürde | Gebühren, Kautionen, angebliche Rechtslage, Kartenversand |
Was fällt in diesem Fall auf?
- Zeitleiste: Die Domain wurde am 12.01.2025 registriert. Die Meldung erreichte uns Ende Oktober 2026, rund 21 Monate später. Die Person schildert einen längeren Verlauf mit vielen Einzelschritten.
- Wechselnde Gründe: Jede neue Hürde sei mit einer anderen Begründung verbunden gewesen, nach der Schilderung stets verbunden mit einer weiteren Zahlung.
- Namensähnlichkeit: Der Domainname erinnert an eine bekannte Marke; solche Namen werden häufig gewählt, um Vertrauen zu erzeugen. Ein Beleg für diese Absicht liegt uns nicht vor.
- Nicht erreichbar: Die Domain ließ sich bei unserer Prüfung nicht mehr auflösen. Eine Website oder ein Impressum konnten wir daher nicht prüfen.
Welche Warnsignale gibt es bei solchen Angeboten?
Generell gelten als Warnsignal: Gebühren oder Kautionen für eine Auszahlung, ständig wechselnde Begründungen und Support-Adressen, die einer bekannten Marke nur ähneln. Seriöse Anbieter verrechnen Gebühren mit dem Guthaben.

Was sollten Betroffene jetzt tun?
- Keine weiteren Zahlungen für Gebühren, Kautionen, Karten oder „Freischaltungen“ leisten.
- Absenderadresse genau prüfen: Stimmt die Endung der Adresse tatsächlich mit der Website überein, die Sie nutzen wollten? Mails und Chats sichern, bevor Postfächer oder Konten gelöscht werden oder nicht mehr erreichbar sind.
- Belege sammeln: Überweisungen, Krypto-Transaktionen mit Adressen und Hashes, Korrespondenz, Screenshots.
- Die eigene Bank und die beteiligten Krypto-Börsen informieren und gegebenenfalls Anzeige bei der Polizei erstatten.
Wir prüfen Ihren Fall

Solche Fälle sind schwierig und oft langwierig, weil Verantwortliche meist im Ausland sitzen und Zahlungen über mehrere Stationen laufen. Unser Team um IT-Forensiker Timo Züfle und Rechtsanwalt Dr. Marc Maisch prüft Ihre Unterlagen im Einzelfall und gibt eine kostenlose Ersteinschätzung. Aussagen zu Erfolgsaussichten sind erst danach möglich; generell gibt es in solchen Fällen keine Erfolgsgarantie, auch nicht bei uns.
Ähnliche Fälle mit Gebühren vor der Auszahlung: Starpeakmarkets (starpeakmarkets.com): Krypto-Betrug? Hinweise, Hinweise zu trade-gate24.io und Hinweise zu kistrategic.com.
Häufige Fragen zu infocoinbase.net
Gehört infocoinbase.net zur echten Krypto-Börse mit ähnlichem Namen?
Dafür haben wir keinen Hinweis gefunden. Nach den Registrierungsdaten wurde die Domain am 12.01.2025 angelegt. Der echte Anbieter ist nach unserem Kenntnisstand nicht beteiligt; eine Gewähr können wir dafür nicht übernehmen.
Mir werden Gebühren und eine Kaution für die Auszahlung abverlangt. Soll ich zahlen?
Wir empfehlen, vor jeder weiteren Zahlung unabhängigen Rat einzuholen. Nach der uns vorliegenden Schilderung folgte auf jede Zahlung eine neue Forderung.
Die Website ist nicht mehr erreichbar. Was bedeutet das für mein Guthaben?
Das lässt sich pauschal nicht sagen. Sichern Sie Belege und Transaktionsdaten, solange sie verfügbar sind, und halten Sie Zeitpunkte, Beträge und Empfängeradressen fest. Eine Rückzahlung kann niemand zusagen, solche Fälle sind schwierig und es gibt keine Erfolgsgarantie.
Sie möchten Ihren Fall prüfen lassen? Schildern Sie uns den Sachverhalt über das Kontaktformular am Ende dieser Seite. Die Ersteinschätzung ist kostenlos und unverbindlich.
Hinweis: Dieser Beitrag beruht auf der Schilderung einer betroffenen Person, die wir nicht im Einzelnen überprüfen konnten, und auf öffentlichen Registrierungsdaten. Er stellt keine Tatsachenbehauptung über einen Anbieter dar. Sollten Sie als Betreiber oder Beteiligter Angaben für unzutreffend halten, nehmen wir Ihre Stellungnahme gern über unsere Kontaktseite entgegen und prüfen eine Korrektur.
Quellen: BaFin, Datenbank Unternehmen und Warnungen (kein Eintrag zu infocoinbase.net, abgefragt am 31.10.2026), Domain-Registrierungsdaten (RDAP Verisign), Schilderung einer betroffenen Person (anonymisiert). Stand: 31.10.2026.